Preise für Wohneigentum steigen 2017 erneut

Preise für Wohneigentum steigen 2017 erneut Freitag, 25 August 2017

Die jährliche Auswertung des IVD belegt, dass Wohneigentum (Bestand, mittlerer Wohnwert) im Deutschland-Mittel erneut um mehr als sechs Prozent teurer wurde.

Es fällt auf, das anders als im Vorjahr die Preisdynamik bei Bestandsimmobilien in den Metropolen merklich nachlässt. In Großstädten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern stagnierte das Preiswachstum, bzw. verzeichnet einen leichten Rückgang. In den kleineren und mittleren Städten ist umgekehrt ein stärkerer Anstieg zu verzeichnen.

Im Neubau zeigt sich ein anderer Trend: Vor allem die kleineren Großstädte und die Metropolen zeichnen sich durch eine erhöhte Preisdynamik aus.
Die Kaufpreise für freistehende Einfamilienhäuser sind erneut gestiegen. Denn für Familien ist das Einfamilienhaus attraktiver als die Eigentumswohnung, da es in der Regel über mehr Wohnfläche und einen Garten verfügt. Auch hier zeigen die Metropolen und Mittelstädte einen deutlichen Anstieg, während Städte mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern und Kleinstädten ein Rückgang des Preiswachstums verzeichnen.

Das Reihenhaus ist für Eigenheimerwerber weiterhin eine günstige Alternative zum Einfamilienhaus. Insbesondere in den Metropolen ist mit 8,55 Prozent ein starker Preisanstieg zu verzeichnen. Leipzig sticht am deutlichsten vor, dort müssen Käufer 23,53 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.

Der Anstieg der Baugrundstückspreise hat sich 2017 in fast allen Städteklassen und deutschlandweit gegenüber dem Vorjahr noch einmal beschleunigt. Besonders auffällig ist das zweistellige Preiswachstum in den Metropolen. Unter den Metropolen verzeichnet Berlin den größten Preissprung. Die Baugrundstücke in normaler Wohnlage haben sich um 25 Prozent verteuert, die in guter Wohnlage um 39,71 Prozent. Dennoch sind unter den sieben einwohnerstärksten Städten Deutschlands noch immer die Grundstücke in Berlin am günstigsten.