Betriebskosten sicher abrechnen ! Mittwoch, 16 Oktober 2019

Die Eigentümer zahlen für ihre Immobilie regelmäßig Grundabgaben, Versicherungsprämien, Versorgungsleistungen, etc.. Bei nicht eigengenutzten Immobilien können diese Kosten als Betriebskosten an die Mieter weitergereicht werden, sofern dies im Mietvertrag entsprechend geregelt ist. So leistet der Mieter neben der reinen Miete ein monatliche Vorauszahlung auf diese Kosten und der Vermieter steht in der Pflicht hierüber jährlich abzurechnen. Laut dem Deutschen Mieterbund ist nahezu jede zweite Abrechnung fehlerhaft. Denn wer sich als Vermieter nicht an die Regeln gemäß § 556 BGB hält, riskiert allein wegen Formfehlern eine unwirksame Abrechnung und bleibt auf den Kosten sitzen. So werden die einfachsten Regeln wir jährliche Abrechnung über maximal 12 Monate, rechnerisch nachvollziehbare Einzel- und Gesamtsummen, nachvollziehbare Verteilerschlüssel und geleistete Vorauszahlungen regelmäßig verletzt. Wer also unsicher oder unerfahren ist, sollte sich professionelle Hilfe bei Eigentümerverbänden holen. Das „rechnet“ sich auf jeden Fall. 

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, DMB

Grunderwerbsteuer auch auf Instandhaltungsrücklage ! Freitag, 04 Oktober 2019

Beim Kauf einer gebrauchten Eigentumswohnung geht neben der Immobilie auch immer der auf das Teileigentum entfallende Anteil an der Instandhaltungsrücklage und dem laufenden Konto auf den neuen Eigentümer über. Das ist gesetzlich festgelegt, damit die Gemeinschaft nicht ohne Beschlussfassung einen unkontrollierten Liquiditätsabfluss erleidet. Der Anteil an der Instandhaltungsrücklage ist somit virtueller Bestandteil des Kaufpreises. Das haben Erwerber bisher erfolgreich genutzt, um den Anteil der Instandhaltungsrücklage im Kaufvertrag separat auszuweisen und auf diesen Betrag keine Grunderwerbsteuer zu entrichten.

Das Finanzgerichtes Köln urteilte nun aber, dass die Bemessungsgrundlage beim Erwerb von Teileigentum (Eigentumswohnung, Tiefgaragenplatz) nicht um das anteilige Guthaben der Instandhaltungsrücklage zu mindern sei.

Quellen: Eigene Recherche, IVD Immo Professional West, FG Köln, AZ 5 K 2297/16 Foto: shutterstok

Mietkaution richtig anlegen ! Freitag, 27 September 2019

Beim Beginn eines neuen Mietverhältnisses sichert sich jeder Vermieter durch eine Kaution gegen die finanziellen Risiken durch Schäden des Mieters an der Mietsache ab. Bei Wohnraum mit bis zu maximal drei Monatskaltmieten. Vermieter müssen die Kaution getrennt nach Mietern verzinslich, insolvenzsicher und getrennt vom eigenen Vermögen anlegen. Dazu kann ein separates Konto oder Sparbuch eröffnet und die Sondervereinbarung Mietkaution mit dem Geldinstitut vereinbart werden. So gehört das Geld rechtlich weiter dem Mieter, wird aber zur wirtschaftlichen Nutzung für den etwaigen, späteren Bedarfsfall dem Vermieter treuhänderisch anvertraut. Der Vermieter darf sich also nur bei berechtigtem Bedarf an der Kaution bedienen. Das Geldinstitut prüft dies allerdings nicht.

Die andere Möglichkeit ist genau umgekehrt. Hier legt der Mieter auf seinen Namen ein Konto oder Sparbuch an und verpfändet dieses zugunsten seines Vermieters. Beide Wege gehen, der erste ist allerdings der am meisten praktizierte Weg , weil es auch der unkomplizierteste ist.

Quellen: Eigene Recherche, LBSaktuell

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