Keine Zeit für Grundsteuerexperimente Freitag, 14 Dezember 2018

Die Grundsteuer ist in ihrer aktuellen Fassung verfassungswidrig. Und die vom BVerfG gesetzte Frist von praktisch sieben Jahren stellt Bund, Länder und Kommunen offenbar vor organisatorische Herausforderungen. Und jetzt drängt die Zeit. Offensichtlich nimmt die Reform der Grundsteuer endlich Fahrt auf. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat vor einigen Tagen zwei Entwürfe zur Neuberechnung der Grundsteuer vorgestellt. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) sieht davon nur das „Flächenmodell“ als umsetzbar an.

Laut dem Entwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz soll eines der beiden Modelle künftig unter anderem das Alter der Immobilie, die Höhe der Miete und der Bodenrichtwert zu Grunde gelegt werden. Dieses von Olaf Scholz favorisierte Modell stößt in der Immobilienwirtschaft auf Abneigung. Auch die Länderregierungen, die für die Umsetzung dieser Steuerberechnung zuständig wären, haben erkannt, welche bürokratische Explosion ein solch kompliziertes Berechnungsmodell auslösen würde. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels auch in den Finanzbehörden ist die Umsetzung schlichtweg unmöglich“, erklärt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner.

Statt mit diesem bürokratischen Unsinn zu experimentieren fordert die Immobilienwirtschaft stattdessen die Einführung des Flächenmodells, das sich auf die Grundstücks-, Wohn- und Nutzfläche beruft. Es muss ein eindeutiges und einfaches Reformmodell auf den Weg gebracht werden, das sich an den realistischen Kapazitäten der Finanzverwaltung orientiert. Die benötigten Daten für das Flächenmodell liegen vor“, meint Mattner. Für dieses Berechnungsmodell haben sich zwischenzeitlich auch mehrere Bundes- und Landespolitiker ausgesprochen.

Quelle: Eigene Recherche, ImmoCompact, BMdF

Die 3 wichtigsten Argumente gegen ein sogenanntes Bestellerprinzip beim Immobilienkauf Freitag, 07 Dezember 2018
  1. Für eine bundeseinheitliche Regulierung gibt es keinen Bedarf, da in 75 Prozent der Märkte in Deutschland die Provision schon heute zwischen Verkäufer und Käufer geteilt wird. Das ist für beide Parteien fair und transparent und wird den unterschiedlichen Entwicklungen der Immobilienpreise in den jeweiligen Regionen gerecht. Die Preisdynamik in Frankfurt/Main, Hamburg und Berlin kann nicht als Maßstab für ganz Deutschland gesehen werden. In kleineren und mittelgroßen Städten sinken die Immobilienpreise teilweise.
  2. Wenn die Politik die Makler zwingt, nur noch für den Verkäufer tätig zu sein, dann wird der Käufer schutzlos. Als einseitiger Interessenvertreter müsste der Immobilienmakler dann nur noch die Belange des Verkäufers im Blick haben. Bei einer seiner größten Investitionsentscheidungen im Leben erhält der Käufer keine objektive und faire Beratung mehr. Das kann nicht wirklich im Sinne des Verbraucherschutzes sein.
  3. Der Käufer wird nicht entlastet – wie die Politik behauptet - , er wird ganz im Gegenteil höher belastet. Denn es ist zu erwarten, dass der Verkäufer versuchen wird, die Provision im Kaufpreis einzupreisen. Mit dem erhöhten Kaufpreis erhöht sich auch die Grunderwerbsteuer. Der vermeintliche Vorteil einer Provisionsfreiheit des Objektes wird hierdurch zum Nachteil für den Käufer. Es profitiert letztendlich nur der Staat durch die höheren Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer. Der Immobilienkauf wird durch ein „Bestellerprinzip“ statt günstiger für die Käufer tatsächlich teurer.
Was tun wenn’s brennt ? Freitag, 30 November 2018

Fast 190.000 Brände gibt es jedes Jahr in Deutschland. Etwa 4.000 Menschen verlieren dabei Ihr Leben. Dabei fallen rund 90 % der Toten nicht dem Brand direkt, sondern der vom Feuer verursachten Rauchgasvergiftung zum Opfer. Die meisten trifft es im Schlaf, wenn der Geruchssinn abgeschaltet ist. Verursacht wird ein Brand oft durch menschliches Fehlverhalten. Diese Gedankenlosigkeit ist gerade in Mehrfamilienhäusern die Ursache für Katastrophen. Nachstehende Checkliste sollten Sie sich nicht nur in der Weihnachtszeit hinter den „Spiegel“ klemmen.

Quelle: eigene Recherche, mein Eigenheim, Deutscher Feuerwehrverband, Adobe Stock

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