Montag, 28 Oktober 2019 19:11

Ende gut – nicht immer alles gut !

Ein bisher reibungslos verlaufenes Mieter-Vermieter-Verhältnis wird beim Auszug oft wegen Schäden, Schönheitsreparaturen oder der Kaution ungemütlich. Denn schon die Neuvermietung nach der fristgerechten Kündigung des Mieters belastet das noch laufende Mietverhältnis durch Besichtigungen mit Mietinteressenten. Oft vergessen die ausziehenden Mieter bei ihrer damaligen Wohnungssuche ebenfalls an Innenbesichtigungen interessiert gewesen zu sein. Einige Tage im Voraus besprochene Sammelbesichtigungstermine sollte der ausziehende Mieter einmal pro Woche akzeptieren. Am Tag der Übergabe werden sämtliche Schlüssel zurückgegeben und sinnvollerweise ein Übergabeprotokoll gefertigt. Hierfür gibt es zahlreiche Vordrucke im Internet und bei den Fachverbänden. Die Rücknahme verweigern darf der Vermieter selbst dann nicht, wenn die Mietsache nicht den seinerzeit beim Bezug vereinbarten Anforderungen entspricht. Er kann aber nach der Rücknahme der Mietsache die nicht erfüllten Anforderungen beheben lassen und dem Mieter in Rechnung stellen oder dem Mieter eine Frist zur Nachbesserung gewähren. Grundsätzlich ist der Vermieter berechtigt, später festgestellte Schäden oder Mängel an der Mietsache innerhalb von 6 Monaten nach der Übergabe geltend zu machen. Ist die Wohnung in tadellosem Zustand oder wurden etwaige Mängel oder Schäden beseitigt, kann der Vermieter die Kaution nebst Zinsen zurückgeben. Sinnvollerweise behält er allerdings einen angemessenen Teilbetrag für etwa noch zu erwartende Nachzahlungen aus der Betriebskostenabrechnung zurück, bis das Mietverhältnis nach der letzten Betriebskostenabrechnung vollständig abgewickelt ist.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, Haus.de ; Foto: Wohnträume