Immer häufiger nutzen Betrüger den angespannten Wohnungsmarkt aus, um mit gefälschten Wohnungsanzeigen und falschen Versprechungen Kautionen und Vorauszahlungen von Interessenten zu ergaunern.
Dr. Christian Osthus, IVD-Geschäftsführer sowie Syndikusrechtsanwalt erläutert die Vorgehensweise: „Die Täter geben sich häufig als Vertreter seriöser Immobilienunternehmen aus und nutzen deren Namen, um Vertrauen zu erwecken. Sie schalten vermeintlich attraktive Wohnungsanzeigen auf bekannten Immobilienportalen, die nach kurzer Zeit wieder gelöscht werden. Interessenten werden dann aufgefordert, vor einer Wohnungsbesichtigung Kautionen oder Mieten zu überweisen, oft mit der Begründung, die Immobilie sei stark nachgefragt. Diese Zahlungen landen direkt bei den Betrügern.“
Aktueller Fall unterstreicht die Gefahr
Ein aktuelles Beispiel verdeutlicht die Gefahr: Es betrifft die Firma „Oliver Klenz – Der Immobilienprofi“ aus Flensburg. Betrüger missbrauchen derzeit deutschlandweit den Namen des etablierten Immobilienunternehmens, um Wohnungssuchende mit falschen Angeboten zu täuschen. Betroffene erhalten gefälschte E-Mails und werden aufgefordert, hohe Vorauszahlungen zu leisten. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben.
Unser Appell an Wohnungssuchende:
- Keine Zahlungen vor Vertragsabschluss: Gehen Sie niemals auf Forderungen ein, Kautionen oder Mieten vor Unterzeichnung eines Mietvertrages zu überweisen.
- Vorsicht bei Auslandsbezug: Seien Sie skeptisch, wenn die Kontaktaufnahme aus dem Ausland erfolgt oder wenn ungewöhnliche Zahlungsweisen verlangt werden.
- Seriosität überprüfen: Lassen Sie sich nicht von vermeintlich bekannten Unternehmensnamen täuschen. Recherchieren Sie gründlich und hinterfragen Sie Angebote, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein. Kontaktieren Sie das Unternehmen unter der auf der Webseite aufgeführten Telefonnummer.
Quelle: eigene Recherche, IVD, Foto: ©studio2013 / Adobe Stock