Wohnträume - Artikel nach Datum gefiltert: Februar 2019
Freitag, 22 Februar 2019 10:50

Immobilienmärkte spalten sich auf !

Alles steigt: Mieten, Kaufpreise, Baupreise, Grundstückspreise. Aber deutlich differenziert! Nicht nur in den TOP-Metropolen in Deutschland steigen die Preise. Auch in den NRW-Metropolen Köln, Düsseldorf und Münster sind seit Jahren Preissteigerungen die Regel. Bei den Mieten weist der Landkreis Höxter mit 4,54 Euro/m² Wohnraum die geringste Miete auf. In den Metropolen hingegen werden 9,- bis 12,- Euro/m² Wohnraum fällig. Und in Städten wie Krefeld, Mönchengladbach, Wuppertal und Solingen sind die Mieten real sogar niedriger als 2005. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Kaufpreisen. Während in Köln und Düsseldorf knapp 3.500,- Euro/m² Wohnfläche aufgerufen werden, liegt das Bergische Städtedreieck mit ca. 1.500,- Euro/² Wohnfläche knapp unter dem Niveau von 2005. 

Daran wird auch das Baukindergeld nichts ändern. Zumindest solange, wie es kein echtes „Bau“kindergeld ist und auch für den Erwerb von Bestandsimmobilien gezahlt wird. So wird kein einziger neuer m² Wohnfläche zusätzlich errichtet. Auch ein Rückkauf ehemals öffentlicher Wohnungen, die früher leerstehend preiswert verkauft und heute saniert und vermietet mit Steuergeldern teuer zurückgekauft werden sollen, schafft keinen einzigen m² zusätzlicher Wohnfläche. Da die Gemeinden in den Gürteln um die Metropolen anders als die Metropolgemeinden Bauland schaffen könnten, wäre hier das „echte“ Baukindergeld konstruktiv. Und würde nebenbei den Wohnungsdruck in den Metropolen verringern.

Sinnvoll wäre die Reduzierung oder Abschaffung der Grunderwerbsteuer für den ersten Kauf selbstgenutzten Eigentums. Bei den derzeit niedrigen Zinsen könnten viele Familien den Schritt in Wohneigentum finanzieren. Und sich da durch den demografischen Wandel immer mehr Menschen auf einen längeren Lebensabend vorbereiten und kräftig sparen, werden die Zinsen wohl auch langfristig auf niedrigem Niveau bleiben.

Quellen: eigene Recherche, WZ,

Publiziert in News
Freitag, 15 Februar 2019 13:25

Immobilienboom geht weiter ?

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit 8 Jahren ununterbrochen. Einige Experten warnen vor einer Immobilienblase in den Großstädten. Die BaFin ist über die Immobilienpreisentwicklung beunruhigt, die Bundesbank beobachtet Preisübertreibungen und die Schweizer Bank UBS sieht eine Blasengefahr in München und Frankfurt. Die Commerzbank allerdings glaubt dies nicht und rechnet in ihrem aktuellen Immobilien-Monitor mit einer Fortsetzung der Preis-Rally. "Anders als etliche Analysten sehen wir 2019 kein Ende des Booms", sagt Commerzbank-Experte Marco Wagner. Es gebe keine Anzeichen für ein baldiges Ende des Immobilienbooms und verweist auf den Erschwinglichkeits-Index. Denn weiterhin niedrige Zinsen und ordentlichen Lohnsteigerungen sorgen dafür, dass Wohnimmobilien im historischen Vergleich erschwinglich blieben. Und dies obwohl die Immobilienpreise in Deutschland seit 1989 um rund 85% gestiegen und deutschlandweit um gut zehn Prozent überbewertet sind. Dieser Trend dürfte nach Ansicht von Marco Wagner anhalten und die Häuserpreise weiter spürbar steigen. Das liegt auch daran, dass die Bauwirtschaft die steigenden Nachfrage nicht erfüllen kann.

Mittelfristig sind andere Immobilien-Experten skeptischer. Ulrich Höller, Vorstandschef der GEG German Estate Group, will nicht von einer Blase sprechen, warnt aber "vor schwierigen Zeiten" im Spätzyklus des aktuellen Wirtschaftsbooms. Und der deutsche Pfandbriefbankenverband sieht eine Abschwächung der Preisanstiege in Städten wie Berlin oder München. Der Wachstumsabstand zwischen Metropolen und Umland ist nicht mehr so groß. Laut Jens Tolckmitt ist eine harte Korrektur nicht zu erwarten. Allerdings dürfte die ausufernde Regulierung den deutschen Wohnimmobilien-Markt langfristig deutlich ausbremsen. Mietpreisbremse, Grundsteuerreform, verschärftes Mietrecht, Reduzierung umlagefähiger Modernisierungskosten, zusätzliche städtebauliche Eingriffe oder gar der Ruf nach einem Mieterhöhungsstopp schrecken Investoren zunehmend ab", meint Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA).

Quellen: eigene Recherche, Commerzbank Research, BulwienGesa AG, Immowelt, Statistisches Bundesamt, ARD, Notker Blechner, GEG, ZIA

Publiziert in News

geomap hat erneut die Kaufpreise für Immobilien in Deutschland analysiert. Der Online-Datenbank zufolge ist der Preis für Wohnraum in Deutschland in 2018 um durchschnittlich ca. 8% gestiegen. Während 2017 im Durchschnitt 2.415,- Euro für einen m2 Wohnraum gefordert wurden, lag 2018 der Durchschnittspreis bereits bei 2.606,- Euro pro m2. Das ist ein Anstieg von 7,9% innerhalb eines Jahres. Ausgewertet wurden die in geomap vorliegenden Preise für Kaufangebote auf Basis dreistelliger Postleitzahlenbereiche aus 2017 und 2018 für Wohnraum. Grundstücke, möblierte Objekte und im Bau befindliche Objekte wurde nicht ausgewertet.

Besonders im südlichen Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Westsachsen und Ostthüringen kam es zu über überdurchschnittlichen Preisanstiegen. Teilweise 15% und mehr. Den größten Preisanstieg verzeichnete der Leipziger Norden und Osten mit 36,3% im Postleitzahlengebiet 043. Regionen mit stabilem Preisniveau bzw. Preisrückgängen sind Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Nordbayern. Der größte Preisrückgang erfolgte im äußersten Nordosten Bayerns. Im Postleitzahlengebiet 957 gaben die Preise im Durchschnitt um gut 20% nach.

Quelle: eigene Recherche, geomap, ASSCompact

Publiziert in News

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung