Wohnträume - Artikel nach Datum gefiltert: Mai 2019
Freitag, 17 Mai 2019 07:56

Freibeträge im Erbfall !

Oft wird um das Erbe erbittert gestritten. Wer dies vermeiden will, schafft schon zu Lebzeiten durch Testamente und/oder Schenkungen klare Verhältnisse. Insbesondere wenn immobile Werte weitergegeben werden sollen.

Denn eigengenutzte Wohnimmobilien werden im Erbfall steuerlich bevorzugt. Ehepartner untereinander können ein eigengenutztes Einfamilienhaus unabhängig von Wert und Größe steuerfrei vererben. Für die Kinder endet die Freigrenze bei 200 m² Wohnfläche. Beide, Ehepartner und Kinder, müssen nach dem Erbfall die Immobilie binnen 6 Monaten beziehen bzw. wohnen bleiben und 10 Jahre weiter eigennutzen und weder vermieten noch als Zweitwohnsitz nutzen. Ansonsten gilt die Steuerbefreiung nicht. Seinen Lieben etwas zu schenken ist bis zu einem Wert von 400.000,- Euro grundsätzlich steuerfrei. Wenn der Erblasser nicht binnen der 10 Jahre verstirbt. Verstirbt der Erblasser binnen der 10 Jahre, werden die nicht verbrauchten Schenkungsjahre der Erbschaftssteuer unterzogen. Verstirbt der Erblasser z.B. nach 5 Jahren, sind nur 50% steuerfrei verschenkt worden. Bei größeren Vermögen macht es also Sinn, frühzeitig mit der Schenkung zu beginnen. Denn nach Ablauf von 10 Jahren kann ein weiterer Vermögenswert von bis zu 400.000,- Euro verschenkt werden. Die Schenkung ist gegenüber dem Erbe auch immer dann von Vorteil, wenn die Erben z.B. durch weit entfernte Wohnorte nach dem Erbfall nie selber einziehen werden. Um sich abzusichern, sollten Schenkende ein Nießbrauchrecht notariell vereinbaren. Positiver Nebeneffekt: Der Nießbrauch reduziert den Wert der Immobilie, sodass steuerfrei mehr Besitz übertragen werden kann.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell

Publiziert in News
Freitag, 10 Mai 2019 04:00

Die Zwischenfinanzierung !

Wer als Mieter seine erste eigengenutzte Immobilie erwirbt, schließt einfach einen Darlehnsvertrag zur Erwerbsfinanzierung der Immobilie ab. Wer aber schon in einer eigengenutzten Immobilie wohnt und eine Neue kaufen möchte, braucht in den allermeisten Fällen für den Erwerb den Ertrag aus dem Verkauf der derzeitigen Immobilie. Den Verkaufserlös gibt es aber erst mit dem Auszug und der Freistellung der bisherigen Immobilie. Bevor die neue Immobilie zur Renovierung und zum Bezug übernommen werden kann, muss andererseits der Kaufpreis vollständig gezahlt sein. Es entsteht somit ein zeitlich begrenzter, finanzieller Engpass.

Eine Lösung muss her. Die Zwischenfinanzierung löst diesen Engpass auf. Banken und Sparkassen geben gegen Eintragung einer entsprechenden Grundschuld zu Lasten der zu erwerbenden Immobilie eine Zwischenfinanzierung. Da diese in der Regel eine kurze Laufzeit hat, halten sich die zusätzlichen Belastungen zur eigentlich Immobilienfinanzierung in Grenzen. Aber Vorsicht! Wer mit unrealistischen Preisvorstellungen und geblendet von den eigenen Emotionen in den Verkauf der derzeitigen Immobilie startet, riskiert eine deutlich längere zusätzliche Belastung und läuft Gefahr, dass durch unnötige, dann aber notwendige Preisreduzierungen der Erlös nicht ausreicht, um den Immobilienkauf im ursprünglich gesteckten Rahmen zu finanzieren.

Quellen: Eigene Recherche

Publiziert in News
Freitag, 03 Mai 2019 04:00

Ans digitale Erbe denken !

Die digitale Welt umgibt uns mit Online-Banking, Online-Shopping, SocialMedia, Fotos und Daten in der Cloud, usw.. Viele regeln Ihren Nachlass nicht und fast keiner regelt seinen digitalen Nachlass.

Laut dem Digital-Index 2018/2019 sind 87% der Menschen ab dem 10.Lebensjahr „online“. „Online“ wird gekauft und verkauft, Geld transferiert, Foto`s und Daten getauscht und gespeichert, Bewertungen abgegeben und Kommentare geschrieben. Aber was passiert mit alledem, wenn der Mensch verstirbt? Denn der Tod ist eine für jeden Menschen vorhersehbare und unabänderliche Tatsache. Dürfen die Erben auf die Daten zugreifen? Diese nutzen, verändern oder gar löschen? Zum digitalen Erbe gibt es bis jetzt leider keine gesetzlichen Regelungen und entsprechend schwierig ist die Rechtslage. Wie komme ich als Erbe an die Zugangsdaten und Passwörter? Welche digitalen Hinterlassenschaften gibt es überhaupt? Ähnlichen wie bei einem analogen Testament sollte jeder, der „online“ unterwegs ist, eine Zusammenstellung seiner digitalen Aktivitäten mit Zugangsdaten und Passwörtern anfertigen. Und den Erben zusätzlich Anweisungen über den Umgang oder die Vernichtung des digitalen Erbes vorgeben. Dann ist auch digital alles geregelt.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, Digital-Index 2018/2019, Initiative D21

Publiziert in News

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung