Wohnträume - Artikel nach Datum gefiltert: September 2019
Freitag, 27 September 2019 16:22

Mietkaution richtig anlegen !

Beim Beginn eines neuen Mietverhältnisses sichert sich jeder Vermieter durch eine Kaution gegen die finanziellen Risiken durch Schäden des Mieters an der Mietsache ab. Bei Wohnraum mit bis zu maximal drei Monatskaltmieten. Vermieter müssen die Kaution getrennt nach Mietern verzinslich, insolvenzsicher und getrennt vom eigenen Vermögen anlegen. Dazu kann ein separates Konto oder Sparbuch eröffnet und die Sondervereinbarung Mietkaution mit dem Geldinstitut vereinbart werden. So gehört das Geld rechtlich weiter dem Mieter, wird aber zur wirtschaftlichen Nutzung für den etwaigen, späteren Bedarfsfall dem Vermieter treuhänderisch anvertraut. Der Vermieter darf sich also nur bei berechtigtem Bedarf an der Kaution bedienen. Das Geldinstitut prüft dies allerdings nicht.

Die andere Möglichkeit ist genau umgekehrt. Hier legt der Mieter auf seinen Namen ein Konto oder Sparbuch an und verpfändet dieses zugunsten seines Vermieters. Beide Wege gehen, der erste ist allerdings der am meisten praktizierte Weg , weil es auch der unkomplizierteste ist.

Quellen: Eigene Recherche, LBSaktuell

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Donnerstag, 19 September 2019 19:07

Baufinanzierungen werden noch günstiger !

Beim Zinssatz für Baufinanzierungen gibt es derzeit fast nur eine Richtung – Abwärts. Die aktuelle Ausgabe des Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung (DTB) berichtet, dass die Standardrate auf ein neues historisches Tief gefallen. Der Finanzdienstleister ermittelt monatlich die standardisierte Rate für ein Immobiliendarlehen für einen Kredit in Höhe von 150.000 Euro mit 2% Tilgung und 80% Beleihungsauslauf, um das Zinsniveau widerzuspiegeln. Im August diesen Jahres ist diese Standardrate noch einmal unter dem Tiefststand von Juli gesunken. Und mit 394 Euro erneut weiter unter die 400-Euro-Marke. Zum Jahresbeginn betrug die Standardrate noch 460 Euro. Und auch das war historisch gesehen schon ein extrem niedriger Wert.

Grund sind die historischen Niedrigzinsen, auch weil die Europäische Zentralbank aktuell den Geldhahn noch einmal kräftig aufdreht. Im Gegensatz dazu steigen die Immobilienpreise immer weiter und somit auch der Finanzbedarf der Immobilienkäufer. Für die eigenen vier Wände nahmen Immobilienkäufer im August diesen Jahres durchschnittlich ein Darlehn von 262.000 Euro auf. Vor zwei Jahren betrug das durchschnittliche Darlehn nur 200.000 Euro. Aktuell nutzen die Immobilienerwerber die historisch niedrigen Zinsen für hohe Tilgungen und lange Zinsbindungen.

Quellen: Eigene Recherche, ASScompact, Dr. Klein

Publiziert in News
Dienstag, 10 September 2019 15:24

BAU-Kindergeld verfehlt das Ziel !

Die eigenen 4 Wände stehen bei den Deutschen immer höher im Kurs. Diese These belegt eine Studie des GEWOS Instituts, wonach auch das Baukindergeld die Zahl der Ein- und Zweifamilienhauskäufe auf ein bundesweit Allzeithoch von rund 248.500 Kauffällen in 2018 getrieben hat. Aber nur deshalb, weil die meisten Erwerber eine Bestandsimmobilie erworben haben. Denn die Transaktionen von Neubauten sind im vergangenen Jahr bundesweit um 4,0% zurückgegangen. Und die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern ist um 2,4% zum Vorjahr gesunken. Seit Jahren ist der Eigenheimneubau auf historisch niedrigem Niveau. In den letzten zehn Jahren wurden in diesem Segment durchschnittlich jährlich nur 99.400 Wohneinheiten fertiggestellt, um die Jahrtausendwende waren es noch mehr als doppelt so viele. „Das im vergangenen Jahr eingeführte Baukindergeld hat zu einem zusätzlichen Run auf Eigenheime geführt“, kommentiert Sebastian Wunsch, der bei GEWOS für die IMA® verantwortlich. Das Ziel Anreize für neuen Wohnraum zu schaffen ist – wir von nahezu allen Immobilienexperten vorhergesagt - verfehlt worden, da das BAU-Kindergeld auch für den Erwerb von Bestandsimmobilien ausgezahlt wird.

Quellen: Eigene Recherche, ASScompact, Gewos Institut

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