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Artikel nach Datum gefiltert: Januar 2022

Der vorläufige Förderstoppstopp durch Wirtschaftsminister Robert Habeck für energieeffiziente Gebäude durch KfW-Bank sorgt für Entrüstung. Die deutsche Immobilienbranche sieht dadurch die energetische Sanierung von Bestandgebäuden in Gefahr. Da sowohl Neubau als auch umfassende Bestandssanierungen betroffen seien, sei ein wahrer Bärendienst und fatal für den geplanten Klimaschutz, betont der GdW-Präsident Axel Groschek. Es bedeutet faktisch eine Vollbremsung beim Klimaschutz im Gebäudebereich.

Auch der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Präsident Andreas Ibel sagt: „Von heute auf morgen alle Förderprogramme zu stoppen, ist ein denkbar schlechter Start in der Baupolitik der neuen Bundesregierung. Der Vertrauensverlust in die Politik könnte größer nicht sein. Überall im Land werden nun innovative und klimafreundliche Bauprojekte gestoppt“.

Von einem Vertrauensbruch spricht auch Florian Becker, Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V.: „Dass die Programme wegen zu hoher Mittelinanspruchnahme gestoppt wurden, ist ein Planungsfehler der Politik (denn der Andrang war frühzeitig erkennbar) und ein weiterer Vertrauensbruch für viele Verbraucher, die sich auf die Förderung verlassen haben. Im Zusammenhang mit dem Auslaufen der KfW-55-Förderung und dem Ende des Baukindergeldes birgt der Vorgang unkalkulierbare Gefahren für die Erreichung der klima- und wohnpolitischen Ziele dieser neuen Bundesregierung.“

Entrüstung auch beim Zentralen Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA). „Viele Unternehmen hatten darauf vertraut, die für die Gebäudeförderung bereitgestellten finanziellen Mittel für ihre aktuellen und bereits in Planung befindlichen Projekte nutzen zu können. So werden wir abermals um Jahre zurückgeworfen und wichtige Neubauprojekte werden verworfen, wenn die Förderung ausbleibt. Das Ziel der neuen Bundesregierung von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr rückt in weite Ferne“, kommentiert ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner den Programmstopp.

Der Vizepräsident Dirk Wohltorf des Immobilienverband Deutschland IVD ruft die Bundesregierung auf, die Förderungen sofort wieder zu gewähren. „Ansonsten können die Klimaschutzziele und der politische Wille, mehr Menschen die Eigentumsbildung zu erleichtern, schon zu Beginn der neuen Wahlperiode beerdigt werden.

Quelle; eigene Recherche, asscompact, Foto: kadmy / 123RF

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Mittwoch, 19 Januar 2022 15:53

EU-Taxonomie verändert Immobilienwerte !

Seit dem 1. Januar 2022 ist die EU-Taxonomieverordnung in Teilen in Kraft getreten. Sie ist ein wichtiger Baustein des „European Green Deal“, mit dem die EU bis 2050 klimaneutral werden soll. Sie steckt für die meisten Branchen genaue Kriterien ab, was „ökologisch nachhaltiges Wirtschaften“ ist. Aber was bedeutet der Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft für Immobilien?

Experten gehen davon aus, dass die EU-Taxonomieverordnung am Immobilieninvestmentmarkt zu einer stärkeren Nachfrage nach Neubauten und zusätzliche steigenden Preisen für Neubauten führen wird. Denn auch die Materialengpässe und der Facharbeitermangel treiben die Preise für Neubauten in Höhe. Umgekehrt werden sich die Preise für Bestandsimmobilien abwärts bewegen. Und zwar umso mehr, umso weniger Sie die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Und das nicht nur bei den Immobilieninvestoren.

Auch bei eigengenutzten Eigentumswohnungen, Reihenhäusern, Doppelhaushälften und freistehenden Einfamilienhäusern werden die Gutachter und Sachverständigen die Kriterien der EU-Taxonomieverordnung berücksichtigen. Die Preisdifferenz zwischen Neubau und Bestandsimmobilien wird sich ausweiten. Hinzu kommt bei allen Immobilien – egal ob eigengenutzt oder als Investment – eine Inflation, die seit Jahrzehnten nicht mehr gesehene Höhen erklommen hat und wahrscheinlich länger auf hohem Niveau verharren wird. Anders als viele Immobilienbesitzer glauben, verfügen Immobilien nicht über einen eingebauten Inflationsschutz.

Fazit: Wer den Wert seiner Immobilie erhalten oder steigern will – das ist keine neue Weisheit - muss investieren. Neu ist, jetzt mehr als je zuvor in Nachhaltigkeit zu investieren.

Quelle; eigene Recherche, Nachhaltigkeitsrat, asscompact, Foto: Guillaume Périgois / Unsplash

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Im Jahr 2020 lebten ca. 50% der Bundesbürger in den eigenen vier Wänden, die anderen 50% zur Miete. Damit ist Deutschland in der EU beim Wohnen im Eigenheim Schlusslicht. Im EU-Schnitt wohnen nur ca. 30% zur Miete.

Bis auf Deutschland ist in allen EU-Mitgliedstaaten die Eigennutzung weiter verbreitet als das Mieten von Immobilien. Von den EU-Mitgliedstaaten haben Rumänien (96%), Slowakei (92%) sowie Ungarn und Kroatien (jeweils 91%) Eigentumsquote und damit so gut wie keine Immobilien zur Vermietung. Ähnlich niedrige Eigentumsquoten wie beim Schlusslicht Deutschland haben nur unsere Nachbarn Österreich mit 55% und Dänemark mit 59%.

Die Förderungen zum Erwerb der eigenen vier Wände ist in Deutschland noch immer ein ungelöstes und wichtiges Thema. Es verdient die ungeteilte politische Aufmerksamkeit aller Parteien.

Quelle; eigene Recherche, AssCompact, Foto: lirch / 123RF

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