Ab dem 30. Juni 2026 dürfen in vielen Städten nur noch Heizungen eingebaut werden, die mindestens zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
Der zentrale Stichtag gilt für alle Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern, sobald diese ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen haben oder spätestens an diesem Datum. Bundesweit und für kleinere Städte ist der finale Stichtag der 30. Juni 2028 Zeit.
Diese Regelung soll sicherstellen, dass der Einbau neuer Heizungen künftig stärker an lokale Gegebenheiten angepasst wird. Großstädte mit dichter Bebauung setzen beispielsweise häufig auf den Ausbau von Fernwärme, während andere Standorte eher auf Wärmepumpen oder hybride Systeme setzen. Wer ab diesem Datum eine neue Heizung installiert, weil die bestehende Irreparabel ist oder eine Modernisierung geplant ist, muss auf klimafreundliche Technik zurückgreifen.
Bestehende Öl- oder Gasheizungen müssen zum Stichtag nicht automatisch ausgetauscht werden. Sie dürfen weiter betrieben werden, solange sie funktionsfähig sind. Auch Reparaturen bleiben erlaubt.
Ab den Stichtagen sind beim Austausch und der Neuinstallation nur Heizsysteme zulässig, die den Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 65 % erhöhen. Dazu gehören Wärmepumpen, erneuerbar gespeiste Fernwärme, bestimmte Biomasseanlagen und Hybridheizungen, die eine Wärmepumpe mit einem Gasgerät kombinieren.
Eigentümer sind gut beraten, sich vor dem Stichtag über mögliche Optionen zu informieren, wie weit die eigene Kommune bei der Wärmeplanung ist. Denn davon hängt ab, welche Technik künftig genutzt werden kann. Parallel dazu lohnt es sich, verschiedene Systeme miteinander zu vergleichen – von Wärmepumpen über Fernwärme bis hin zu hybriden Lösungen. Die passende Variante hängt stark vom Gebäudezustand und den lokalen Voraussetzungen ab. Auch Förderprogramme können eine wichtige Rolle spielen. Bund und Länder passen ihre Unterstützung regelmäßig an, sodass frühe Entscheidungen finanziell attraktiv sein können.
Quelle: eigene Reche, Immowelt, Bild: KI-generiert mit DALL·E


