Deutsche lieben Barzahlung Freitag, 10 August 2018

Eine Studie der Europäischen Zentralbank zeigt, dass Bargeld vor allem bei uns Deutschen weiterhin sehr beliebt ist. Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins zum Jahresende 2018 wird sicher nicht das Ende des Bargelds einläuten. Denn Bargeld ist sicher, anonym und schnell verfügbar. Und jeder Deutsche hat im Schnitt 103 Euro Bargeld in der Geldbörse. Dabei haben Männer im Schnitt 12 Euro mehr dabei als Frauen. Schon hinter der nächsten Grenze in Österreich sind es nur noch 89 Euro. Die Franzosen mit 32 Euro und die Portugiesen mit nur noch 29 Euro legen weniger Wert auf Bargeld. Auch beim Bezahlen sind die Deutschen mit 80% Barzahlung hinter den Italienern und Spaniern mit 86% bzw. 87% in der Spitzengruppe. Und mehr als 25% der 65.000 Befragten in 19 Ländern horten Bargeld als Reserve Zuhause. Gerne in 200 und 500 Euro Banknoten.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, EZB

So lange zahlen Sie Ihre Immobilie ab Donnerstag, 02 August 2018

In Deutschland ist die Attraktivität von Wohnimmobilien immer weiter gestiegen. Und auch die Preise kennen nur eine Richtung = aufwärts.

Ob der Traum vom Eigenheim noch finanzierbar ist, beantwortet z.B. der Postbank Wohnatlas. Für diesen hat das Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) die Immobilienmärkte in 401 kreisfreien Städten und Landkreisen deutschlandweit untersucht hat.

So kann bei einer Tilgungsdauer von ca. 20 Jahren in Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum und Wuppertal, der Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung bereits mit einer Monatsrate von unter 500 Euro finanziert werden. In Bonn oder Hannover bleibt die Rate bei gleicher Tilgungsdauer ebenfalls unterhalb der 1.000 Euro-Schwelle. Nur in 25 der untersuchten Städten und Kreisen werden mehr als 1.000 Euro monatlich fällig.

Im Rekordtempo schuldenfrei ! Weniger als 1.000 Euro monatlich zahlen – das geht in 327 Kreisen, sobald ein anfänglicher Tilgungssatz von sechs Prozent mit einer Laufzeit von 14 Jahren und 1 Monat vereinbart wird. In 227 Kreisen ist diese Turbo-Tilgung sogar für weniger als 750 Euro monatlich zu haben.

Eine kurze Tilgungsdauer ermöglicht auch der Generation 50+ gute Chancen für den Immobilienkauf. Wer durch den Verkauf der aktuell genutzten Immobilie, der Auflösung eines Depots oder Auszahlung einer Lebensversicherung mehr Eigenkapital als die in der Regel geforderten 20% hat, kann die Tilgungsbelastung und Finanzierungsdauer kräftig reduzieren.

Käufer müssen unbedingt das Zinsrisiko beachten. Steigende Zinsen können für die Anschlussfinanzierung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist höhere monatliche Belastungen nach sich ziehen oder eine Verlängerung der Tilgungsdauer mit sich bringen. Es ist auf eine möglichst lange Zinsbindungsfristen zu achten. In der aktuellen Niedrigzinsphase sind Volltilger-Darlehen ideal, denn hierbei läuft die Zinsbindung bis das Darlehn komplett getilgt ist. Mit langer Zinsbindungsfrist sichert sich der Käufer die momentan günstigen Zinsen und gewinnt Planungssicherheit durch stabile Ratenzahlungen hinzu.

Wer mit dem Erwerb von Wohneigentum liebäugelt, sollte nicht zu lange warten. Die Phase niedriger Zinsen könnte schon bald vorbei sein.

Quellen: Eigene Recherche, Postbank, ImmoCompact, Hamburger WeltWirtschaftsInstitut, Foto: rioblanco / 123RF Standard-Bild

Laufende Baufinanzierung jetzt optimieren ! Dienstag, 24 Juli 2018

Wer vor 10 oder mehr Jahren eine Immobilie erworben hat, zahlt für sein Darlehn ca. 5 % Zinsen p.a.. Das ist mehr als heute aber nicht ärgerlich, denn dafür war in der Regel die Immobilie deutlich preiswerter als heute. Und jetzt kann mit einer günstigen Anschlussfinanzierung das 2. Schnäppchen eingefahren werden.

Wenn das laufende Darlehn demnächst ausläuft können schon jetzt Forward-Darlehn (trotz geringer aber lohnender Zusatzkosten) mit niedrigerer Zinsbelastung ausgehandelt werden. Ist das Darlehn seit mehr als 10 Jahren vollständig ausgezahlt, greift das gesetzliche Sonderkündigungsrecht. In beiden Fällen ist es lohnend, die Immobilienfinanzierung neu zu justieren.

Sind freie Gelder verfügbar, kann durch deren Einsatz die Darlehnssumme für eine schnellere Entschuldung reduziert werden. Aber auch ohne Eigenkapitaleinlage ist bei gleicher monatlicher Zahlungsrate mit einem aktuellen Effektivzins von ca. 1% der Tilgungsanteil deutlich erhöht und die Entschuldung erheblich beschleunigt. Denn die vor Eintritt ins Rentendasein abbezahlte Immobilie ist eine der wichtigen Säulen der Altersvorsorge.

Die Grafik zeigt die Zinszahlungen für 10 Jahre bei einer Darlehnssumme von 100.000,- Euro. Die Zinsersparnis von ca. 35.900,- Euro für 100.000,- Euro Darlehn steigt bei einem durchschnittlichen Darlehn von 250.000,- Euro schon auf gewaltige 89.750,- Euro an. Eine neue Justierung lohnt sich auf jeden Fall !

Quellen: Eigene Recherche, LBS, pixabay/geralt

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