Acht Wohntrends der Zukunft Freitag, 16 November 2018

Auch das Wohnen wird mit hohem Tempo digitaler und sorgt für immer vielfältigere und anspruchsvolle Wohnwünsche. Der GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V) hat acht prägende Wohntrends aufgelistet. Die Studie Wohntrends 2035 vom Institut InWIS liefert eine präzise Neubewertung der sich abzeichnenden Rahmenbedingungen. Die Wohnwünsche der Zukunft lassen sich in acht übergeordnete Trends klassifizieren:

1. Digitales Wohnen
Der Ausbau der Breitband-Infrastruktur ist ein großer Meilenstein. Denn der neue Mobilfunkstandard 5G wird einen drahtlosen Datenaustausch in Echtzeit ermöglicht.

2. Smartes Leben im Quartier
Die Städte sehen sich steigenden Anforderungen bei Verkehr, Mobilität, Kommunikation, Energieversorgung, Partizipation und Integration gegenüber. Neue digitale Informations- und Kommunikationstechnologien werden gut aufgestellten Städten Standortvorteile bringen. Die Wohnungswirtschaft wird eine wichtige Rolle als Vorreiter und Treiber smarter Quartiere und Städte einnehmen.

3. Wohnungsvermietung 4.0
Digitale Vermietungsprozesse werden die Vielzahl der Informationen und deren Verknüpfung einfacher gestalten, um die Wohnwünsche zukünftiger Mieter mit der für sie passenden Nachbarschaft zusammenzubringen.

4. Mehr Service online
Die Onlinekommunikation mit Mietern wird in der Wohnungswirtschaft zum Normalfall. Rund 90 % der Anliegen werden in Zukunft rund um die Uhr, zeit- und ortsunabhängig sowie verbindlicher bearbeitet werden.

5. Vielfältige Wohnformen
Die Wohnwünsche differenzieren sich weiter aus. Die Nachfrage nach flexiblen Wohnformen, Zwischennutzungen, gemeinschaftlichem Wohnen oder Wohngruppen werden steigen.

6. Neue Wohnformen
Es wird vermehrt kleinere Haushalte geben. Die Landflucht in die Städte bleibt unverändert. Die Nachfrage nach neuen Wohnformen wie Wohnen auf Zeit, Mikrowohnungen, Tiny-Houses und Service-Apartments wird zunehmen. Optimierte Grundrisse und kostengünstige Wohnungen sind ernstzunehmende Herausforderungen.

7. Neue Wohnungsgestaltung
Barrierearme Wohnräume werden zur Normalität werden. Neue Technologien wie Building Information Modelling (BIM) helfen, steigenden Anforderungen an Grundrisse, Raumaufteilung und Kostenersparnis zu erfüllen.

8. Neue Innenraumgestaltung
Die digitale Grundausstattung der Immobilien funktioniert im Hintergrund und wird den Komfort für Mieter und Eigentümer erhöhen. Die Innenraumgestaltung und die Aspekte Wohlfühlen und Gemeinschaft treten in den Vordergrund. Wohnfertige Lösungen werden gefragt sein.

Quellen: eigene Recherche, ImmoCompact, GdW, Adobe Stock

Umzug ins Umland... Freitag, 09 November 2018

Eigentum statt Miete halten 2/3 der Deutschen für die beste Altersvorsorge - laut dem Kantar-Trendindikator, ermittelt im Auftrag der LBS. Doch vor allem in Ballungsräumen stellen die vielerorts stark gestiegenen Kaufpreise eine zunehmende Hürde zum Erwerb der eigenen vier Wände dar. Besonders Familien mit erhöhtem Platzbedarf finden kaum ein passendes und bezahlbares Objekt. Da ist dann der Umzug in den „Speckgürtel“ der Metropolen oft der einzig bezahlbare Weg zu Eigentum. In einigen Landkreisen rund um die großen Metropolen sind die Bevölkerungszahlen um fast 10 % gestiegen. Tendenz anhaltend. Dies führt natürlich auch dort mittelfristig zu steigenden Kaufpreisen. Wer bezahlbares Eigentum sucht, sollte nicht zu lange warten, denn die Nachfrage wird weiterhin die Angebote übersteigen.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, Kantar

Den Wert Ihrer Immobilie erhalten... Freitag, 02 November 2018

...Der „Zahn der Zeit“ setzt auch Immobilien zu. Jeder Schaden, egal ob nur optisch oder substanziell, sorgt für einen Wertverlust. Immobilienbesitzer sollten an ihrem Besitz regelmäßig werterhaltende Arbeiten durchführen. Das gilt auch für den Fall, dass alle darin wohnenden Mieter sind.

1. Fassade
Der erste Eindruck zählt. Sowohl bei Vermietung als auch im Besonderen beim Verkauf. Mit der Zeit ist die einstmals brillante Farbe einer Fassade zu einem unansehnlichen Matt abgetönt wird. Eine regelmäßige Reinigung sollte durch eine Fachfirma - am besten am Ende der Pollensaison – alle 2-3 Jahre erfolgen.

Selbst eine regelmäßige Reinigung kann auf Dauer keinen Fassadenanstrich ersetzen. Die Einwirkung von UV-Strahlen, saurem Regen, Abgase usw. schädigen die Fassade ungleichmäßig und vor allem dort, wo Sonne und Witterung direkt einwirken können. Spätestens alle 15 Jahre sollte die Fassade komplett überholt und neu gestrichen werden.

2. Dach
Dach, Regenrinnen, Fallrohre usw. unterliegen einer enormen Belastung durch Wetter, alterungsbedingte Schäden, Verstopfungen und Bewuchs. Da diese Gebäudeteile nicht im direkten Blickfeld liegen und selbst marginale Schäden, wenn sie lange genug unbemerkt bleiben, zu dramatischen Folgeschäden führen, ist eine regelmäßige Dachwartung von besonderer Bedeutung. Nach dem Herbst empfiehlt sich die Reinigung der Ablaufflächen und Fallrohre sowie eine Schadenskontrolle. Gefolgt von einer weiterer Kontrolle und dem Beheben winterlicher Schäden im Frühjahr.

3. Heizung
Eine zur Unzeit ausfallende Heizungsanlage ist einer der unstrittigsten Gründe für Mietminderungen. Die Heizungsanlage in einem Mehrfamilienhaus kann mittlere fünfstellige Summen kosten. Ein solch teures Gebäudeteil gilt es lange funktionstüchtig zu halten. Heizungen mit fossilen Brennstoffen neigen zu Verrußungen, die zu geringerer Effizienz und mehr Unterhaltskosten führen. Einmal jährlich sollte der Fachmann das System prüfen – bei sehr modernen Geräten gehört dazu auch ein Software-Update. Neben der Heizungswartung sollten auch sämtliche Rohrleitungen und Heizkörper in allen angeschlossenen Wohnungen zeitgleich entlüftet werden. Das Entlüften ist durch die Verbrauchsminderung auch für die Mieter von Vorteil.

4. Außenanlagen
Viele Immobilienbesitzer sparen an der Pflege der Außenanlagen und vergessen, dass ein gepflegtes Gebäudeareal eine werterhaltende Visitenkarte der Immobilie ist. Mietern können per Mietvertrag einfache Arbeiten wie etwa Unkrautentfernung oder Rasen mähen übertragen werden. Alles darüber hinaus ist Vermietersache und sollte ebenfalls regelmäßig durchgeführt werden.

Quellen: Eigene Recherche, ImmoCompact, Foto pixabay/elbym

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung