Immobilienblase auch in Deutschland ? Donnerstag, 04 Oktober 2018

Nirgendwo in Europa ist das Risiko einer Immobilienblase so groß wie in München. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Schweizer Großbank UBS über 20 Immobilienmärkte in Europa. Und weltweit ist nach dem Global Real Estate Bubble Index das Immobilienblasenrisiko nur in Hongkong größer als in München. Auf Platz 2 in Deutschland steht Frankfurt auf dem Immobilienblasenindex. Zwar nicht mit einer akuten Blasengefahr, aber mit zunehmendem Ungleichgewicht. Für gefährlich hält die USB laut der Analyse die Lage auch in Städten wie Toronto, Vancouver, Amsterdam und London. Für Ihre Analysen misst die UBS das Risiko einer Immobilienblase an 5 Kriterien: Preis-Einkommens-Verhältnis; Preis-Miet-Verhältnis; Veränderungen im Verhältnis von Hypotheken zum Bruttoinlandsprodukt(BIPP); Veränderungen der Bautätigkeit gemessen einmal am BIP und einmal am Stadt-Land-Preisindikator.

Während laut der Analyse vor 10 Jahren ein Facharbeiter in München 4 Jahresgehälter für den Erwerb einer 60 m² Eigentumswohnung aufbringen musste, sind es aktuell ca. 8 Jahresgehälter. Hongkong liegt mit ca. 15 Jahresgehältern noch deutlich höher. Allein in den letzten 12 Monaten sind Mieten und Kaufpreise in München um 9 % gestiegen. Und in Frankfurt mit 15 % Steigerung sogar mehr als in jeder anderen untersuchten Stadt. Hier kostet der m² Eigentumswohnung im Durchschnitt 5.300,- Euro, in München ca. 7.500,- Euro. In den Metropolen hat sich damit die Erschwinglichkeit von Wohnraum weiter verschlechtert.

Quellen: Eigene Recherche, Immocompact, USB Bank

Eigentümer überschätzen oft den Wert Ihrer Immobilie ! Freitag, 28 September 2018

Bei der Bewertung der eigenen Immobilie haben private Eigentümer oft einen getrübten Blick. Was jeder Makler aus der täglichen Arbeit kennt, bestätigt eine unter 200 Maklern durchgeführte Online-Umfrage des Immobiliendienstleisters McMakler. Fast jeder zweite Eigentümer überschätzt den Wert seiner Immobilie. Teilweise wird der Wert der eigenen vier Wände sogar deutlich überschätzt. Nur 10% der Befragten bewerten Ihre Immobilie geringer als der aktuelle Marktpreis tatsächlich ist.

Die Tendenz zum deutlichen Überschätzen des eigenen Immobilienwerts ist bei privaten Eigentümern besonders auffällig. Bei den Verkäufern, die den Marktwert zu hoch eingeschätzt haben, haben 4 von 10 Verkäufern Preisvorstellungen, die den aktuellen Marktwert um 20 bis 40% überschreiten. Bei den Eigentümern, die den Marktwert Ihrer Immobilie zu niedrig einschätzen, hat nur rund jeder Zehnte eine Preisvorstellung, die mehr als 20% unter dem tatsächlichen Marktwert liegt.

Beim Verkauf selbst genutzter Häuser oder Wohnungen empfinden private Verkäufer naturgemäß einen hohen emotionalen Wert für Ihre Immobilie. Besonders bei von Ihnen selbstbewohnten Immobilien. Ein realistischer Verkaufspreis berücksichtigt hingegen nur stichhaltige Argumente. Eine professionelle Immobilienbewertung mit einer objektiven Beurteilung der baulichen Gegebenheiten und des Immobilienstandortes schützen vor zu hohen und nicht erfüllbaren Erwartung ebenso, wie vor einem Verkauf unter Wert.

Quellen: Eigene Recherche, Immocompact, McMakler

KfW-Zuschüsse für Einbruchschutz und barrierefreies Wohnen wieder geöffnet Freitag, 21 September 2018

Das Bundesinnenministerium (BMI) und die KfW-Bank haben die Förderprogramme „barrierefreies Wohnen“ und „Einbruchschutz“ wieder geöffnet und die entsprechenden Fördertöpfe deutlich ausgeweitet. Ab sofort können private Eigentümer und auch Mieter bei der KfW wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung beantragen. Zudem erhöht das BMI die verfügbaren Fördermittel zum Einbruchschutz für dieses Jahr auf 65 Mio. Euro. Das BMI und die KfW reagieren damit auf die hohe Nachfrage beim Einbruchschutz. Im Vorjahr wurden rund 80.000 Wohneinheiten mit Zuschüssen gefördert.

Für Anträge für barrierereduzierende Maßnahmen stellt das BMI 75 Mio. Euro in 2018 zur Verfügung. BMI und KfW fördern bauliche Maßnahmen in Wohngebäuden, mit denen Barrieren im Wohnungsbestand reduziert und die Sicherheit erhöht werden. Die Zuschüsse sollen älteren Menschen einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten Umgebung ermöglichen und kommen den in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen oder Familien mit Kindern zugute.

Die Fördermaßnahmen für altersgerechten Umbau und Einbruchschutz sind frei kombinierbar.

Quellen: Eigene Recherche, Immocompact, KfW-Bank

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung