Wohnträume - Artikel nach Datum gefiltert: Oktober 2018
Freitag, 19 Oktober 2018 03:36

Kosten im Alter oft unterschätzt !

Ruheständler leben immer öfter in Wohneigentum. Und überdurchschnittlich oft in älteren Bestandsgebäuden. Vor dem Eintritt ins Rentnerdasein überprüfen diese Eigentümer fast nie Ihre Immobilie, machen sie nicht zukunftsfit und prüfen auch nicht, ob sie sich Ihre eigenen 4 Wände dauerhaft leisten können. Die allermeisten dieser Immobilien sind nicht altengerecht und barrierefrei. Auch hat man sich oft im Laufe der Jahre mit etwaigen Mängeln arrangiert, statt diese zu beheben. Sanierungsstau ist regelmäßig anzutreffen. Eigentümer eines Eigenheims sparen nur in seltenen Fällen eine Instandhaltungsrücklage an, wie es bei Eigentumswohnungen der Fall ist. Bewährt hat sich eine monatliche Rücklage von 3,- Euro/m² Wohnfläche. Es ist empfehlenswert – neben der regelmäßigen Pflege – einige Jahre vor dem Ruhestand das eigene Zuhause gründlich zu prüfen und vorhandene Mängel oder Schwachstellen zu beheben. Rentner, die in einer gepflegten, altersgerechten und abbezahlten Immobilie wohnen, stehen so im Ruhestand gut da. Selbst eine überschaubare Restschuld ist nicht so riskant, wie eine nicht altersfit gemachte Immobilie. Die Wohnkosten im Rentendasein sollten 40% des dann verfügbaren Einkommens nicht überschreiten.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, Schroders Investment, Deutsches Institut für Altersvorsorge

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Donnerstag, 18 Oktober 2018 03:19

Wer erbt unsere Immobilie !

Noch immer verfassen viele Menschen kein Testament und verlassen sich auf die gesetzliche Erbfolge. Gerade wenn im Erbfall eine oder mehrere Immobilien und mehrere Erben im Spiel sind, kann ein fehlendes Testament ein großer Fehler sein. Im Besonderen bei einer selbstbewohnten Immobilie. Denn ist kein letzter Wille – am besten notariell beglaubigt – verfasst, hat der überlebende Partner oft das Nachsehen. Denn den Kindern steht nach dem Gesetz oft die Hälfte der Erbmasse zu und sie können auf die unmittelbare Auszahlung Ihres Anteils bestehen. Wenn es neben der Immobilie kein nennenswertes weiteres Vermögen gibt, muss die Immobilie verkauft werden. Auch kinderlosen Paaren kann durch die z.B. miterbenden Schwiegereltern gleiches widerfahren. Und erben minderjährige Kinder, mischt das Familiengericht im Erbfall mit. All diese Situationen können mit einem Testament erfolgreich verhindert werden. Und der Umgang mit Gerichten und Bürokratie kann lange dauern und einige tausend Euro kosten. Kosten und Zeitaufwand für ein Testament sind deutlich geringer.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, dpa Themendienst

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Freitag, 12 Oktober 2018 09:05

Baukindergeld optimal einsetzen !

Seit dem 18.09.2018 können Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren das neue Baukindergeld bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Vom Start weg ist das Interesse an dieser staatlichen Fördermaßnahme sehr groß. Rückwirkend zum 01.01.2018 erhalten Bauherren für Kauf oder Bau einer Immobilie zehn Jahre lang 1.200.- Euro Unterstützung pro Jahr und Kind. Voraussetzung für die Gewährung des Baukindergeldes: Das zu versteuernde Jahreshaushaltseinkommen darf bei einem Kind 90.000,- Euro nicht überschreiten. Jedes weitere Kind erhöht das erlaubte Jahreshaushaltseinkommen um jeweils 15.000,- Euro.

Zukünftige Immobilienbesitzer sollten das Baukindergeld überlegt einsetzen. Wer auf den Zuschuss zum Bau oder Kauf einer Immobilie nicht angewiesen ist, kann das Baukindergeld zur Sicherheit besser als Rücklage für unvorhergesehene Ausgaben nutzen. Oder das Baukindergeld wird zur schnelleren Entschuldung für Sondertilgungen eingesetzt. So kann der zukünftige Bauherr das Baukindergeld z.B. zunächst über fünf Jahre als Puffer ansparen und – wenn es nicht benötigt wurde - anschließend ganz oder teilweise für eine Sondertilgung nutzen. Hierbei gilt unbedingt bei Vertragsabschluss des Darlehnsvertrages sehr genau auf die Darlehenskonditionen zu achten. Banken erheben teilweise höhere Zinsen wenn Sondertilgungen vereinbart werden. Ratsam ist es, einen Vertrag auszuhandeln, der Sonderzahlungen ohne Zusatzkosten zulässt.

Quellen: Eigene Recherche, Immocompact, KfW Bank

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Donnerstag, 04 Oktober 2018 10:23

Immobilienblase auch in Deutschland ?

Nirgendwo in Europa ist das Risiko einer Immobilienblase so groß wie in München. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Schweizer Großbank UBS über 20 Immobilienmärkte in Europa. Und weltweit ist nach dem Global Real Estate Bubble Index das Immobilienblasenrisiko nur in Hongkong größer als in München. Auf Platz 2 in Deutschland steht Frankfurt auf dem Immobilienblasenindex. Zwar nicht mit einer akuten Blasengefahr, aber mit zunehmendem Ungleichgewicht. Für gefährlich hält die USB laut der Analyse die Lage auch in Städten wie Toronto, Vancouver, Amsterdam und London. Für Ihre Analysen misst die UBS das Risiko einer Immobilienblase an 5 Kriterien: Preis-Einkommens-Verhältnis; Preis-Miet-Verhältnis; Veränderungen im Verhältnis von Hypotheken zum Bruttoinlandsprodukt(BIPP); Veränderungen der Bautätigkeit gemessen einmal am BIP und einmal am Stadt-Land-Preisindikator.

Während laut der Analyse vor 10 Jahren ein Facharbeiter in München 4 Jahresgehälter für den Erwerb einer 60 m² Eigentumswohnung aufbringen musste, sind es aktuell ca. 8 Jahresgehälter. Hongkong liegt mit ca. 15 Jahresgehältern noch deutlich höher. Allein in den letzten 12 Monaten sind Mieten und Kaufpreise in München um 9 % gestiegen. Und in Frankfurt mit 15 % Steigerung sogar mehr als in jeder anderen untersuchten Stadt. Hier kostet der m² Eigentumswohnung im Durchschnitt 5.300,- Euro, in München ca. 7.500,- Euro. In den Metropolen hat sich damit die Erschwinglichkeit von Wohnraum weiter verschlechtert.

Quellen: Eigene Recherche, Immocompact, USB Bank

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