Kaufpreise für Wohnraum entwickeln sich unterschiedlich ! Freitag, 01 Februar 2019

geomap hat erneut die Kaufpreise für Immobilien in Deutschland analysiert. Der Online-Datenbank zufolge ist der Preis für Wohnraum in Deutschland in 2018 um durchschnittlich ca. 8% gestiegen. Während 2017 im Durchschnitt 2.415,- Euro für einen m2 Wohnraum gefordert wurden, lag 2018 der Durchschnittspreis bereits bei 2.606,- Euro pro m2. Das ist ein Anstieg von 7,9% innerhalb eines Jahres. Ausgewertet wurden die in geomap vorliegenden Preise für Kaufangebote auf Basis dreistelliger Postleitzahlenbereiche aus 2017 und 2018 für Wohnraum. Grundstücke, möblierte Objekte und im Bau befindliche Objekte wurde nicht ausgewertet.

Besonders im südlichen Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Westsachsen und Ostthüringen kam es zu über überdurchschnittlichen Preisanstiegen. Teilweise 15% und mehr. Den größten Preisanstieg verzeichnete der Leipziger Norden und Osten mit 36,3% im Postleitzahlengebiet 043. Regionen mit stabilem Preisniveau bzw. Preisrückgängen sind Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Nordbayern. Der größte Preisrückgang erfolgte im äußersten Nordosten Bayerns. Im Postleitzahlengebiet 957 gaben die Preise im Durchschnitt um gut 20% nach.

Quelle: eigene Recherche, geomap, ASSCompact

Handwerker sicher beauftragen ! Freitag, 25 Januar 2019

Handwerkertermine sind in der aktuell guten Baukonjunktur schwer zu bekommen und die Arbeiten meist deutlich teurer als früher. Viele Eigenheimbesitzer haben schlechte Erfahrungen mit Handwerkern gemacht. Zu teuer, unpünktlich, Dreck und Schäden hinterlassen, mangelhaftes Arbeitsergebnis. Um dem Ärger vorzubeugen sollten bei größeren Arbeiten bis zu 3 verbindliche Angebote eingeholt werden. Dazu muss der Eigentümer den Handwerkern das geplante Vorhaben möglichst exakt schildern und den Zeitrahmen für die Arbeiten genau definieren. Die Leistungsbeschreibungen, Zahlungsbedingungen und Zeitangaben der Angebote sind genau zu studieren und bei Unklarheiten schriftliche Erläuterungen dazu einzufordern. Auch sollte ein Sicherheitseinbehalt in angemessener Höhe vereinbart werden, der erst zur Auszahlung kommt, wenn die Arbeiten vollständig und mängelfrei erbracht sind.

Die Angebotssumme darf in Grenzen überschritten werden. 10% bis 20% sind je nach Arbeitsumfang durchaus zulässig. Werden die Arbeiten allerdings deutlich teurer, muss der Handwerker frühzeitig darauf hinweisen. Der Auftraggeber kann dann entweder zustimmen und weiterarbeiten lassen oder den Vertrag kündigen, nur die bisher mängelfrei erbrachte Leistung bezahlen und den Rest der Arbeiten anderweitig ausführen lassen. Jeder Handwerker der seine Arbeiten vollendet ohne rechtzeitig auf die Kostensteigerung hinzuweisen, macht sich Schadenersatzpflichtig.

Ganz wichtig ist es, etwaige Mängel in einem Abnahmeprotokoll zu fixieren und dem Handwerker eine angemessene Frist (10-14 Tage) zur Mängelbeseitigung einzuräumen. Mit der Abnahme beginnen die Verjährungsfristen für Mängelansprüche zu laufen und sie bestätigt dem Handwerker weitestgehend mängelfrei gearbeitet zu haben. Kleinere Mängel sind allerdings kein Grund die Abnahme zu verweigern.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, Handwerkskammer Stuttgart, RA Holger Scheiding

Immobilie richtig versichern ! Freitag, 18 Januar 2019

Ob Hitze, Hagel, Starkregen oder Schneechaos – Klimaforscher gehen von zunehmenden Wetterextremen aus. Im Jahr 2017 verursachten Unwetter in Deutschland Schäden in Höhe von 2,9 Milliarden Euro. Da die Kreditinstitute für eine Hypothekenfinanzierung eine Wohngebäudeversicherung zur Absicherung von Schäden durch Sturm, Blitz und Feuer verlangen, ist fast jedes Haus in Deutschland versichert. Im Falle eines Totalschadens wird bei diesen Risiken durch die Versicherung sogar der Wiederaufbau in gleicher Art und Güte abgedeckt.

Aber eben nicht gegen Schäden durch extreme Wetterlagen. Stürme und sintflutartige Regenfälle – durch bis zu 100 Liter Regen/m² wurde z.B. Wuppertal im Mai 2018 teilweise in eine Seenlandschaft verwandelt – sind nur in einer Elementarschadenversicherung abgedeckt. Hier werden Schäden durch Erdbeben, Erdrutsche, Lawinen, Hochwasser und Schneedruck versichert. Hauseigentümer gehen bei nicht vorhandener Elementarschadenversicherung das Risiko des wirtschaftlichen Ruins ein, wenn nach einem Elementarschaden das Haus unbewohnbar ist und abgerissen werden muss.

Jeder Hausbesitzer sollte rechtzeitig vor dem nächsten Unwetter seinen Versicherungsschutz überprüfen und wo nötig erweitern. Käufer einer Bestandsimmobilie sollten die Versicherung des Vorbesitzers nicht ungeprüft übernehmen und ggf. nachbessern oder neu abschließen. Aber Achtung ! Manchmal sind alte Versicherungen mit Elementarschadenversicherung in der Prämie günstiger als neue.

Quellen: Eigene Recherche, LBS aktuell, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft

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